Das studentische Fechten, die Mensur, hat sich im Laufe von Jahrhunderten aus dem ritterlichen Zweikampf entwickelt. Bereits seit dem 16. Jahrhundert gab es das Privileg der Studenten, Waffen tragen zu dürfen.
Für die Austragung einer Mensur gelten verbindliche Regeln, der Fechtkomment.
Ernste Verletzungen sind heute ausgeschlossen. Dennoch bedeutet die Mensur für jeden einzelnen, der sich ihr unterzieht, eine Ausnahmesituation, die ihn Überwindung kostet. Aber gerade darin besteht ihr Wert.
Indem der Einzelne sich an den Fechtkomment hält, beweist er Fairness. Indem er seine eigenen Widerstände überwindet und sich der Herausforderung stellt, beweist er Charakterstärke. Das Fechten ist eine persönliche Herausforderung.
Die Bereitschaft zu einem solchen Einsatz vermittelt den lebenslangen Zusammenhalt, den das Corps Franconia wesentlich kennzeichnet.