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Softskills

Machen Sie sich bewußt, daß Unternehmen praktisch orientiert arbeiten. Als Student haben Sie die theoretischen Grundlagen und Fachwissen erlernt, die es im Berufsleben umzusetzen gilt. Das Studium bietet Ihnen allerdings kaum eine Möglichkeit, diejenigen Fähigkeiten zu erlernen und trainieren, die für einen Berufseinstieg vonnöten sind. Unternehmen haben daher zumeist eine Vorliebe für solche Berufseinsteiger, die bereits Zusatzqualifikationen trainiert haben, so z.B. als Praktikant in einem Unternehmen tätig waren. Achten Sie daher bei der Ausgestaltung Ihres Studiums darauf, derartige Zusatzqualifikationen einzuplanen. Die Zusatzqualifikationen lassen sich in berufliche und persönliche einteilen.

Erlangen von beruflichen Zusatzqualifikationen

Zu den beruflichen Zusatzqualifikationen zählen insbesondere:

  • Fremdsprachenkenntnisse
  • EDV- und Internetkenntnisse
  • studienorientierte und nicht
  • studienorientierte Nebentätigkeiten


Fremdsprachenkenntnisse
Gute Englischkenntnisse werden heutzutage in allen Berufssparten als selbstverständlich angesehen und daher als Standard vorausgesetzt. Dasselbe gilt für Französisch und teilweise auch Spanisch, die immer häufiger bereits als Pflichtfächer in Schulen unterrichtet werden. Wer sich besonders gegenüber Kommilitonen abheben möchte, kann dies durch das Erlernen von osteuropäischen Sprachen tun.

EDV- und Internetkenntnisse
Auch EDV-Kenntnisse sind heutzutage ein Muß. Viele Unis bieten entsprechende Kurse an. Die Anschaffung eines eigenen PC ist eine lohnende und gewinnbringende Investition. Sie ist anzuraten, da wegen der hohen Studentenzahlen die hochschuleigenen Rechner nur begrenzt genutzt werden können. Der Umgang mit dem Internet, der das Studium heutzutage erleichtert, ist unumgänglich. Jede Hochschule bietet für deren Studierende kostenlosen Zugang zum Internet an. Sinnvoll ist es auch, sich ein Modem anzuschaffen, um von zu Hause aus das Internet nutzen zu können. Es kann unnötige Wege zur Universität ersparen, wenn man aktuelle Nachrichten des Fachbereichs direkt per Mausklick abrufen kann und so erfährt, daß Vorlesungen ausfallen oder verschoben werden.

Studienorientierte Nebentätigkeiten
Zu den studienorientierten Nebentätigkeiten gehören zum Beispiel die Tätigkeit als studentische Hilfskraft oder als Tutor. Es lohnt sich, eine dieser Tätigkeiten auszuüben, da Sie hierdurch zum einen Kontakte zu den Professoren knüpfen können, zum anderen Ihre Kenntnisse im entsprechenden Fachgebiet vertiefen und sich hierdurch gleichzeitig noch ein wenig Geld verdienen können.

Nicht-studienorientierte Nebentätigkeiten
Genauso wertvoll wie die studienorientierten Nebentätigkeiten sind solche Tätigkeiten, die keinen engen und unmittelbaren Zusammenhang mit dem Studienfach aufweisen:

  • Das Engagement in Fachschaften oder der Hochschulpolitik
  • Das Engagement in einem Sportverein oder der Politik
  • Die Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung


Bei allen Nebentätigkeiten kommt es einzig und allein darauf an, daß Sie sich in einer Gruppe engagieren und sich hierdurch als teamfähig erweisen.

Erlangen von persönlichen Zusatzqualifikationen

Gerade in den entscheidenden Jahren zwischen 18 und 28, wo ein junger Mensch sich im Studium verselbständigt und selbstverwirklicht, ist die Persönlichkeitsentwicklung von ganz besonderer Bedeutung. In dieser Zeit bilden sich Fähigkeiten heraus, die er nur im Umgang und Training mit seinesgleichen und im Abgleichen und Aufsammeln von Erfahrungen von dritten Personen verarbeitet. Dritte Personen sind solche, die ihn bis zu dem 18. Lebensjahr sehr stark beeinflußt haben oder beeinflussen wollten (Eltern, Familie, Schule).

Zu den persönlichen Zusatzqualifikationen zählen insbesondere:

  • Teamarbeit
  • Fairness
  • Teamgeist
  • Belastbarkeit
  • Selbstdisziplin
  • Rhetorik
  • Selbstbewußtsein


Diese persönlichkeitsbezogenen Merkmale werden nicht durch das Fachstudium trainiert. Das ist auch nicht Aufgabe der Universität, sondern der von außeruniversitären Gruppen durch gruppendynamische Prozesse. Besonderen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung legen die Stundentenverbindungen, und von ihnen insbesondere die Corps. Hier trainieren die Corpsmitglieder im Rahmen unserer demokratischen Basis die von den Personalberatern so stark geforderte Teamarbeit und erwarten die Integrierung in ein Team unter dem Gesichtspunkt Teamgeistpflege - ein Begriff, der in den Corps als "Corpsgeist" von immanenter Bedeutung angesehen wird. Unter Corpsgeist werden insbesondere 3 Dinge verstanden:

  • Auftreten und Benehmen
  • Selbstdisziplin
  • Zusammenhalt im Sinne von Teambildung unter Fairnessgesichtspunkten


Durch diese persönlichen Zusatzqualifikationen erhalten viele Corpsmitglieder nach Beendigung des Studiums einen Startvorsprung, wie auch die Zeitschrift Capital schon in der Ausgabe 5/89 mitteilte:
"Leicht zu erraten, weshalb das Interesse am Verbindungsstudententum zunimmt:
es bietet erschwingliche Wohnungen in den überlaufenen Hochschulstädten, Orientierungshilfe an Massenuniversitäten sowie eine Rundumausbildung, die über das normale Studium hinausgeht. ... Einem Bewerber, der Verbindungsstudent ist, bringt man natürlich mehr Vertrauen im Vorstellungsgespräch entgegen", gibt der Hamburger Personalberater Götz Junkers-Lommatzsch offen zu."

Rechtzeitig auf Zusatzqualifikationen hinarbeiten!

Auch wir empfehlen Ihnen daher: Arbeiten Sie rechtzeitig während des Studiums auf den Erwerb von Zusatzqualifikationen hin. Keinesfalls sollten Sie erst am Ende Ihrer Studienzeit damit beginnen.

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